In Österreich sind nahezu 465.000 Menschen hörbehindert, davon sind rund 9.100 Menschen komplett gehörlos (Quelle: Behindertenbericht 2003).
Was dieses Schicksal bedeutet, ist in Worten gefasst worden: Gehörlosigkeit trennt Menschen von Menschen.

Gehörlos …… Hörbehindert ???
Zur Bedeutung des Gehörlosensportes:

Aufgrund ihrer Kommunikationsprobleme sind Gehörlose von vielen wichtigen Bereichen der Gesellschaft, deren Kulturleben sehr stark auf Gehör und auf Lautsprache aufgebaut sind, abgeschnitten. Dies hat dazu geführt, dass die Gehörlosen die einzige Behindertengruppe mit eigener Sprache, Kultur und eigenem Weltverband sind. Die Geschlossenheit dieser Gemeinschaft überwindet nationale Grenzen und Sprachbarrieren.

Durch ihre Kommunikationsbehinderung können sich Gehörlose oftmals mit anderen Behinderten genauso wenig verständigen wie mit Nichtbehinderten. Trotz ihrer körperlichen Unversehrtheit besteht für Gehörlose keine Chancengleichheit im Wettkampf mit Hörenden, unter anderem deshalb, weil der Hörschaden Einfluss auf das Erlernen von Bewegungsformen hat, da man aufgrund akustischer Eindrücke auch Informationen über die Beschaffenheit des Bodens, den Schnitt des Balles, die Nähe eines Mit- bzw. Gegenspieles erhält. Sportbetätigung in der Schicksalsgemeinschaft löst die Gehörlosen aus der Isolation, gibt ihnen Lebensfreude und stärkt das Selbstbewusstsein. Der Sport bildet eine umfassende Lebenshilfe in jeder Beziehung.

Um so wichtiger sind für Gehörlose im besonderen – wie für Behinderte im allgemeinen – Maßnahmen zur sozialen Integration; und hier kommt dem Sport besonders große Bedeutung zu: Bietet sich doch der Sport, in dem sich die Freude an der Bewegung und an der Selbstüberwindung mit den sozialen Werten der Fairness und der Leistungsbereitschaft verbinden, als ein Medium an, durch welche Behinderte zeigen können, was sie zu leisten vermögen. Durch welches in weiterer Folge konventionelle Trennlinien zwischen Behinderten und Nichtbehinderten abgebaut werden können, weil auch Nichtbehinderte beginnen, ihre stereotypen Vorstellungen von „Behinderten“ zu überwinden.

Fakten und Zahlen……

15 Vereine, 500 aktive Mitglieder und 16 Sportsektionen sind es derzeit, welche es zu verwalten gilt. Hierzu darf jedoch nicht vergessen werden, dass Gehörlose alle Arbeiten schriftlich erledigen müssen und es sind immerhin ca. 8000 Schreiben jährlich und 1000 FAX pro Monat welche es zu bearbeiten gibt. 25 ehrenamtliche Funktionäre, sind für Österreichs Gehörlosensport aktiv, und leisten im Jahr, durchschnittlich 30.000 Arbeitsstunden. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte aber vor allem im sportlichen Bereich eine immense Steigerung erzielt werden und dazu führen wir folgende Statistik auf:
Statistik: Sportteilnehmer im Vergleich von früher bis heute

Unser Ziele……..
Unsere Zukunft……..

Im Jahr 2000 hatten die Tennis EM in Österreich und diese Europa Meisterschaft bedeutete eine große Herausforderung für uns welche wir aber hervorragend meisterten.

Schon oftmals haben uns, zur Verwirklichung von Zielen, – Prominente aus Sport, Kultur und Wirtschaft geholfen. Im Jahr 1995 war der ÖGSV in der ersten ORF Sendung „Help-TV“ und in weiterer Folge wurde ein Benfizspiel mit Größen wie ORF GI Gerd Zeiler, Herbert Prohaska, Dietmar Constantini, Heinz Holecek, Mini Bidlinsky, Joachim Wendt und viele andere veranstaltet.

Zukunftsorientiert wünschen wir uns, dass die Diskriminierung im Land Österreich zurückgeht und wir mehr Unterstützung durch Hörende erfahren können.

In diesem Sinn hoffen wir Ihnen einen kurzen Einblick in unsere Tätigkeit angeboten zu haben, ein wenig Ihr Interesse am gehörlosen Sport geweckt zu haben und hoffen, Sie vielleicht mal bei einer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

ÖGSV Präsident

Günther Duschet

Eine Organisation stellt sich vor
Rot Weiss Rot Sportministerium Sporthilfe BSO OEBSV NADA