Abschlussbericht 2. Ski & Snowboard Weltmeisterschaft in Innerkrems, Kärnten vom 12. bis 19. März 2017

Rückblick

Am 18. März 2017 waren die 2. Ski & Snowboard Weltmeisterschaften in der Innerkrems Geschichte. Die knapp 45-minütige Zeremonie am Platz, in der Nähe des Sesselliftes Grünleitennock, bildete einen würdigen Abschluss für die 7-tägige Weltmeisterschaft mit insgesamt 53 Sportlern aus 14 Nationen. Die Weltmeisterschaften in der Innerkrems haben in jeder Hinsicht unsere Erwartungen übertroffen. Sie waren exzellent. Unser Dank gebührt dem Veranstalter und den freiwilligen Helfern. Sie haben sehr gute Arbeit geleistet.

7 Bewerbe standen auf dem Programm der Weltmeisterschaft. Brasilien war das einzige Land aus Südamerika, das bei der Weltmeisterschaft mitgemacht hat. Auch der Österreichische Gehörlosen Sportverband (ÖGSV) durfte eine mehr als positive Bilanz ziehen. Österreich hat sich nicht nur organisatorisch, in der Rolle des Gastgebers, sehr gut verkauft, sondern auch sportlich – es waren 7 wunderbare Tage. Österreich belegte im Medaillenspiegel mit 3 Silber- und 4 Bronzemedaillen hinter Russland, Schweiz und Kroatien den sechsten Rang. Wir haben uns hier auf Augenhöhe mit den Sport-Großmächten bewegt.

Tag 1

Der erste alpine Bewerb auf der FIS Familien-Abfahrt bzw. Kesselgruben-Abfahrt war ein guter Start für das österreichische Team. Lukas Käfer, unsere Nachwuchshoffnung, holte bei der Abfahrt die erste Medaille vor Michael Grill für Österreich. Christoph Lebelhuber schied leider aus. Bei den Damen hat es Beatrice Brunnbauer versucht, schied aber auch leider aus. Melissa & Kristina Köck haben diesen Bewerb ausgelassen.

Tag 2

Die erste silberne Medaille im Rahmen der Weltmeisterschaft wird eingefahren. Christoph Lebelhuber holt im Super G Silber für Österreich hinter der Schweiz und vor Frankreich. Michael Grill belegte den 6. Platz und Lukas Käfer kam nicht ins Ziel. Bei den Damen belegte Melissa Köck den 4. Platz hinter Russland, Tschechien und Kroatien. Beatrice Brunnbauer wurde 6. vor Ihrer Teamkollegin Kristina Köck.

Aber auch bei den Herren gab es eine Medaille für das Snowboard-Team: Raphael Petr gewinnt im PGS die Bronze Medaille auf der Kesselgruben. R. Petr’s Teamkollege Wolfgang Gruber gab sein bestens und wurde 7., denn die Russen und Japaner waren für ihn eine große Herausforderung. Für Lisa Zörweg war das Rennen nach 2 Durchgängen wieder vorbei, obwohl sie einige gute Zeiten hatte, aber das reichte nicht um weiter zu kommen.

Tag 3

Der Medaillenregen geht weiter. Christoph Lebelhuber wird seiner Favoritenrolle gerecht und holt Silber, diesmal in der Super-Kombination. Michael Grill erreichte den 9. Platz und Lukas Käfer wurde disqualifiziert. Bei den Damen hat Melissa Köck wieder den 4. Platz belegt. Kristina Köck und Beatrice Brunnbauer belegten den 6. und 7. Platz. Ein neues Gefühl für das österreichische Team nach den ersten erfolgreichen Tagen.

Tag 4

Das Jubeln im österreichischen Lager nimmt kein Ende. Das österreichische Snowboard-Team greift an. Raphael Petr nutzt seine Chance und gewinnt Silber im PSL. Im PSL konnten sich alle unsere Snowboarder für den Hauptbewerb qualifizieren. Eine beeindruckende Leistung und wir waren guter Dinge, dass alle 3 in der Finalrunde tolle Platzierungen erreichen würden.

R. Petr fuhr bis zum Halbfinale ein sehr gutes Rennen! Im Halbfinale musste er ausgerechnet gegen seinen Teamkollegen Wolfgang Gruber antreten und R. Petr gewann das Rennen. Im großen Finale verlor er, trotz zwei guter Rennen, gegen den Russen und holte die Silbermedaille. W. Gruber verlor das kleine Finale gegen den Russen.

Aus Lisa Zörweg trumpfte auf und schaffte es mit fast fehlerfreien Fahrten ins Halbfinale. Hier musste sie sich leider der zukünftigen Weltmeisterin geschlagen geben. Das kleine Finale gegen die Russin war eine außerordentlich knappe Entscheidung. Lilli Zörweg erkämpfte sich den 4. Platz und dies bei ihrer ersten WM Teilnahme. Eine respektable Leistung von all unseren Snowboardern!

Tag 5

Am folgenden Tag fanden die RTL-Bewerbe statt und es gab wieder eine Medaille für Österreich. Melissa Köck wird ihrer Favoritenrolle im Riesentorlauf gerecht und holt Bronze in ihrem Heimrennen hinter Tschechien und Russland. Die Freude war bei uns allen natürlich groß. B. Brunnbauer und K. Köck hatten bei diesem Bewerb Pech und wurden disqualifiziert. Bei den Herren wurde C. Lebelhuber disqualifiziert. M. Grill wurde in diesem Bewerb 11. und L. Käfer 14.

Tag 6

Die Temperaturen in den Bergen nicht gerade „Pistenfreundlich“. Plusgrade!!! Folge: matschiger Schnee!!! Dennoch ließen sich unsere Damen von den schlechten Pistenverhältnissen bei dem letzten Tag der Weltmeisterschaft nicht beirren. Melissa Köck holt sich hinter Tschechien und Russland die Bronzemedaille. K. Köck holte sich den 6. Platz und B. Brunnbauer schied nach einem starken 1. Durchgang im 2. Durchgang aus. Die Männer gingen am letzten Tag leider leer aus. M. Grill belegte den 9. Platz und L. Käfer den 13. Platz. C. Lebelhuber schied im 1. Durchgang aus.

Nach 8 Medaillen bei den Deaflympics in Russland, können wir uns mit 7 Medaillen bei der Weltmeisterschaft zufrieden geben. Ich freue mich im Namen des ÖGSV sehr über diese tollen Leistungen und ich hoffe, dass wir uns auch in Zukunft über weitere Medaillen bzw. gute Ergebnisse unserer Leistungssportler freuen dürfen!

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team: Präsident G. Duschet, Generalsekretärin B. Duschet, Pressesprecher P. Martinetz, Ski Alpin Technischer Direktor R. Gravogl, Coach & Servicemänner: K. Zechmeister, D. Pelletier u. G. Köck, Snowboard Technischer Direktor B. Kurzmann, Coach G. Linhofer & M. Rausch, Physiotherapeutin K. Meixner.

Ohne Euch wären wir nicht so erfolgreich gewesen!!!

Nächste Weltmeisterschaft: noch offen!

Mit sportlichen Grüßen Euer

Sportdirektor Christoph Blieweis

 

Abschlussbericht des Sportdirektors Ski- und Snowboard WM

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