Im dritten NWSL-Turnier der Saison 2017/2018 konnte Lukas testen, wo er im Vergleich mit den besten hörenden Spielern Österreichs steht. Da 2018 leider die Förderungen nahezu auf null Euro gesunken sind, konnte Lukas auch kaum Spezialeinheiten mit Nationaltrainer Jonny Weitlaner absolvieren. Diese sind aber unbedingt notwendig um zum sehr guten Vereins- und Landeskadertraining ergänzend im mentalen Bereich konstanter zu werden. Diese Stabilität fehlte letztlich Lukas auch in einigen Spielen.

Aber der Reihe nach: Lukas begann – wie könnte es bei ihm auch anders sein – mit einem wahren Krimi. Im ersten Match verlor er erst im fünften und entscheidenden Satz mit 2 Punkten Unterschied. Diese knappe Niederlage sollte sich in der Endabrechnung noch als ganz wesentlich erweisen. Es wird auf dieser Ebene in 2 Gruppen jeder gegen jeden und anschließend die Plätze 1-8 im Einfach-K.O. sowie die Plätze 9-14 in einer Gruppe gespielt. Lukas kämpfte, arbeitete und spielte. Der Lohn war ein ständiges Hin- und Her, Auf und Ab in den Leistungen und Ergebnissen. Nach genialen Bällen waren wieder weniger gute zu sehen. Letztlich war es der 13.Platz, den Lukas erspielen konnte. Dies bedeutet, dass er lediglich wegen 2 Punkten den Klassenerhalt verpasst hat. Beim ersten Antreten in der höchsten Gruppe ein durchaus akzeptables Ergebnis. Mit etwas Spielglück wäre noch mehr möglich gewesen.

Dennoch resümierte Trainer Jonny positiv: „Vor allem bin ich mit der Einstellung nach Niederlagen oder schwachen Phasen sehr zufrieden. Das war nicht immer so. Jetzt ist Luki in der Lage wieder ‚aufzustehen‘ auch wenn er ‚gefallen‘ ist. Und das ist ein weiterer Schritt nach vorne. Es ist nicht leicht nach verlorenen Phasen, Sätzen oder Matches in diesem Alter weiterhin motiviert zu sein. Schließlich ist die Pubertät schon ziemlich im Vorderfeld der jungen Leute mit 15 Jahren. Dass es auf dieser Ebene schwierig ist, wussten wir schon vor dem Turnier. Einerseits spielen die Gegner fast durchgehend in höheren Ligen, andererseits ist Luki der Jüngste dieser Gruppe. Am professionellen Turnierverhalten liegt es nicht. Was wir bräuchten sind mehr Möglichkeiten das gute tägliche Training in Wr.Neudorf mit seinem Trainer Wojtek auch in Spezialeinheiten zu ergänzen. Dazu fehlt allerdings das Geld. Schade. Es wäre noch mehr drinnen.“

Bericht: Mag. Johann Weitlaner

Tischtennis: Krämer Lukas spielt ein tolles Turnier mit den besten Spielern Österreichs
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