BERICHT

61. Kegel-ÖM Mannschaft und                                                    Foto   Ergebnis
5. Sprint in Salzburg, 14./15. Mai 2010

Sitzung - Donnerstag, 13. Mai 2010

Am Vortag des ersten Mannschaftsbewerbes, dem Donnerstag, 13. Mai 2010, fand im Vereinslokal des Salzburger Gehörlosen Turn- und Sportvereins eine Sitzung der ÖGSV-Funktionäre und der Sektionsleiter der teilnehmenden Vereine statt. Diskutiert wurde dabei auch, ob gewünscht wird, dass ab dem Jahr 2011 ein Wanderpokal für Mannschaft- oder Cupbewerb in der Kegel-ÖM vergeben wird. Nach Abstimmung einigte man sich darauf, dass der Wanderpokal nur im CUP zum Zuge kommen wird. Ab 2011 wird die Mannschafts-ÖM, die ab diesem Jahr zusammen mit dem Cup an einem Wochenende ausgetragen wird, statt bisher Freitag/Samstag nunmehr am Samstag und Sonntag durchgeführt. Auch Einzel und Sprint werden zusammengelegt und wie Mannschafts- und Cupbewerb auch an einem Samstag/Sonntag durchgeführt.

Dies deswegen, weil sich mehrere Spieler in der Vergangenheit beschwerten, sich nur schwer Urlaub am Freitag nehmen können und man weiters nicht mehr an einen Donnerstag-Feiertag gebunden ist, wie bisher zum traditionellen Christi-Himmelfahrts-Feiertag. Man kann die ÖM-Termine nun flexibler vergeben.

Mannschaftsbewerb - Freitag, 14. Mai 2010  

Der Salzburger GTSV als Veranstalter stellt die ASV-Sportkegelbahnanlage mit 6 Bahnen zur Verfügung.

Dort haben die Technischen Delegierten des ÖGSV - Kegelfachwart Friedberger, der Salzburger GTSV-Obmann Herbert Schrattenecker, sowie Christian Unterassinger die Spiele organisiert. Die Sportcards wurde vom ÖGSV-Delegierten, Vizepräsident Herbert Kanai kontrolliert.

Es gab mitunter auch technische Gebrechen - manche Kegler warfen die Kugel so ungestüm, dass sogar mal ein Kegel „geköpft“ wurde. Der Schiri rief bei der Wartungsfirma an, die sofort kam und den geköpften Kegel austauschte.

Sonst verlief alles gut und die Siegerehrung des Mannschaftsbewerbes fand am Freitagabend im Vereinslokal der Salzburger im dortigen Gehörlosenzentrum statt, wo alle auch bestens mit Speis und Trank versorgt wurden.

Im Mannschaftsbewerb siegten die Grazer mit 2211 Holz bei einem Schnitt von 552,8 Holz.

Tagesbester wurde Peter Friedberger mit 577 Holz.

Der Linzer GKSV „A“ erreichte den 2. Platz, GKC Wien „A“ wurde Dritter.

Nach der Preisverteilung im Mannschaftsbewerb erfolgte die Verlosung für den Sprint am nächsten Tage. Diese wurde so vorgenommen, indem man alle Kegler des Mannschaftsbewerbes ihrem Ergebnis zufolge der Reihe nach vom 1. bis zum 32. Platz in den Startplan des Sprint-KO-Systems für die 1. Runde eintrug.

Ich wünsche jedem für den 15. Mai 2010  beim spannenden Sprint ein „G U T  H O L Z“

Sprintbewerb - Samstag, 15. Mai 2010

Alle teilnehmenden Spieler waren schon vor 9 Uhr am Start und überraschten mich damit angenehm. Es machte mich sehr zufrieden, wenn die Kegler Disziplin zeigen und so für einen reibungslosen Verlauf sorgen. Das hob natürlich auch mein Selbstvertrauen und ich ging locker ins Spiel, ganz ohne Stress. Leider schied ich schnell aus – schon in der 1. Runde gegen den Wiener Franz-Josef Pamer. Im Sprint ist eben alles möglich, da gelten andere Gesetze, als im Mannschafts- oder Einzelbewerb.

Bis ins Finale war die Spannung bei Zuschauern wie Spielern förmlich zu spüren, wenn sie die Zweikämpfe mitverfolgten.
Im Finale spielte Franz Rampre-Fink (GSZ Graz) gegen Kurt Rieser (GKC Wien).

Zuerst siegte Rampre-Fink mit 97:96 Holz – 1:0, dann Rieser deutlicher mit 103:77 Holz, Stand also 1:1. Die Entscheidung musste jetzt im Sudden Victory (SV) fallen.

Hochspannung herrschte dann bei dieser Entscheidung. Rieser begann, fällte im 1. Wurf eine 9, Rampre-Fink auch stark, erkegelte eine 8. Auch der zweite Wurf Riesers ergab eine 9, Rampre-Fink ließ aber nicht locker, biss sich mit 8 Kegel an Rieser heran, der vor dem Entscheidungswurf nur 2 Holz Vorsprung hatte.

Der 3. Wurf Riesers ging nun völlig daneben – nur 5! Rampre-Fink holte sich eine 7 und damit wieder Gleichstand mit 23:23 und Bahnwechsel. 

Es wird im SV solange mit 3 Würfen gespielt, bis ein Spieler um 1 Kegel mehr als sein Gegner erreicht.

Im 2. SV begann jetzt Rampre-Fink – es fielen 7 Kegel. Rieser konnte nur 5 umhauen, ihm ging vermutlich die Kraft aus. 

Der 2. Wurf Rampre-Finks fällte 6 Kegel, bei Rieser wieder nur 5.

Rampre-Fink hatte jetzt 13 Kegel und damit 3 Kegel Vorsprung vor seinem Konkurrenten.

Im letzten Entscheidungswurf fielen bei Rampre-Fink wieder nur 6 Kegel. Rieser brauchte jetzt alle Neune, um Gleichstand zu erzielen und das Sudden Victory in den 3. Durchgang zu schieben.  Beinahe hätte er es geschafft… es wurden aber nur 8, wobei der neunte Kegel nicht einmal wackelte. Endstand damit 42:41 Holz für den Grazer Rampre-Fink.

Rampre-Fink ist also hauchdünn zum Sprint-Meister gekürt worden!

Im Spiel um den 3. Platz konnte sich Herbert Schrattenecker gegen seinen Vereinskollegen Gerhard Waltl mit einiger Mühe durchsetzen und holte sich noch Bronze.

Ich möchte abschließend sagen, dass der ganze Sprintbewerb so sehr von Spannung geprägt war, dass selbst dem hörenden Schiedsrichter der Mund offen stand und er meinte, so etwas habe er noch nie gesehen und wir würden genauso stark wie Hörende spielen.

Abschließend bedanke ich mich noch bei Manfred Weidner, der mir bei der Eingabe und Auswertung der Computerergebnisse sowohl beim Mannschafts- als auch beim Sprintbewerb half.

Nach der Siegerehrung, wo die Pokale und Medaillen für die ersten vier Plätze von mir vergeben wurden, wünschte ich allen eine gute Heimreise und freue mich auf ein Wiedersehen in Wien am 12. Juni 2010 bei der Kegel-ÖM im Einzel.

„ G U T   H O L Z !“

Friedberger Peter, TD Kegel