| Bericht über die Vorbereitung auf die Deaflympics 2005 in Melbourne |
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Nach der erfolgreichen EM in Frankreich im Juli 2004 war unsere Pause diesmal nur kurz und es folgte eine zweite intensive Vorbereitungsphase innerhalb nur eines Jahres. Da wir ja weiter in der Weltspitze mitmischen möchten, haben wir an 3 Wochenenden zusammen trainiert.
Trainingslehrgang 1 - 8. – 10. Oktober 2004 in
Graz Leider hatten wir mit dem Wetter Pech und konnten nur am 8.10. auf „Melbourne-Belag“ – Kunstrasen – spielen. Noch dazu, wo wir dank des großzügigen Entgegenkommens von USI-Chef Mag. Bernat die Grazer USZ-Sportanlagen kostenlos hätten benützen können. Selbstverständlich haben wir kurzfristig andere Plätze organisiert und reibungslos trainiert. Zusammen mit Christo haben wir dann mit den Burschen hart trainiert und auch starke Trainingspartner (aus der Landesliga von Graz, Weiz, Bruck und in der Südstadt vom Leistungszentrum) organisiert. Dies ist einerseits von immer größerer Bedeutung, da die Leistungsstärke der Spieler immer besser wird, andererseits ist unser Team auch aus unterschiedlichen Gründen geschrumpft. Schade um dieses tolle Team, wie es noch in Pörtschach Bestand hatte. Wir hätten zusammen einiges erreichen können! Die persönlichen Entscheidungen nicht nach Australien mitzufahren sind zu respektieren und akzeptieren. Nicht zu akzeptieren sind viele andere Entscheidungen und Handlungsweisen (Desinteresse; kommentarlose, ja fast heimliche Rücknahme eines aufwendig organisierten Vereinswechsels – eine klare Verschlechterung und nächste Absage an minimalem Leistungsdenken; Training und Trainingslager (!) bei einer ANDEREN RÜCKSCHLAGSPORTART – absolut „tödlich“ für die Tennistechnik, wozu engagiert man sich jahrelang als Trainer und versucht mit Eselsgeduld die Technik zu stabilisieren!?). Eine Aussprache mit den verantwortlichen Funktionären wäre eigentlich angebracht, denn sie handeln gegen die Interessen des österreichischen Gehörlosentennissports und schlussendlich auch gegen die des ÖGSV, der ja mehr Akzente im Leistungssport und Nachwuchsbereich und nicht im Breitensport setzen möchte. Ob ich diese Aussprache anstrebe, weiß ich noch nicht, den Sportler kann man zu nichts zwingen und jeder ist für seinen sportlichen Werdegang in großem Maße selbst verantwortlich!! Nicht ich als Trainer muß sagen „Bitte komm zu Training“, der Sportler selbst muß sich aufdrängen und sagen „Ich will unbedingt dabei sein!“. Diese Einstellung vermisse leider bei vielen – schade! Kurzer Kommentar zu den Spielern
Mario:
Wenn der Bursche gesund bleibt, wird er uns noch viel Freude bereiten.
Hatte beim 2. Lehrgang schlimme Rückenprobleme, ist inzwischen aber wieder
fit. Daniel: Hat leider aus beruflichen Gründen in der Südstadt gefehlt. Dennoch haben wir seinen Aufschlag umgestellt und mit viel Sondertraining (alleine mit dem Ballkorb) hoffen wir schon in Melbourne auf eine Verbesserung. Vorbildlich wie immer sein Einsatz. Er hat öfters mit Mario trainiert und auch mit ihm an einigen ÖTV-Turnieren teilgenommen. Jürgen: Unser alter Haudegen hat super mit den beiden Assen mitgehalten und sogar beim 2. Lehrgang Daniel mit seinem unangenehmen RH-Slice ordentlich geärgert. Auch er hat oft trainiert und an einigen Turnieren teilgenommen. Schade und traurig, dass er für Australien keinen Doppelpartner hat – kein Spieler aus ganz Österreich hat sich nur ansatzweise aufgedrängt. Schade, dass wir nicht mehr Spieler haben, die „tennisverrückt“ sind und die den Tennissport „wirklich leben“ wie man sagt. Wie motivierend ist es doch für Spieler (auch für jeden Trainer), wenn man in der Südstadt neben Stan Francker trainiert und „Leistungstennis-Luft“ schnuppert. Wenn einem etwas so wichtig ist („Ohne Tennis kann ich nicht leben!“) – dann muß man einfach auch bereit sein dafür etwas zu machen, etwas zu investieren!! Danke an alle die die Vorbereitung ermöglicht und unterstützt haben (Spieler, Eltern, Freundinnen, Sparringpartner, Funktionäre, Trainer, Verband) ! Jetzt hoffen wir nur noch auf eine gute und faire Auslosung bei den Deaflympics und versprechen totalen Einsatz!
Euer Trainer
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