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Bericht von der ÖSTM 2008 in Graz                                                            [Fotoalbum/GSZ Graz ]  [Fotoalbum/ÖGSV ]  [Ergebnis]
                                                     
14 gemeldete Spieler, 3 Absagen (2 entschuldigt / 1 unentschuldigt)

Ich hatte ein Turniersystem vorbereitet, welches durch einen Spielerausfall bei den Grazern leider über den Haufen geworfen wurde, wodurch ich gezwungen wurde, ein anderes System zu verwenden. Um 13 Uhr startete das Turnier, im Mannschaftsbewerb musste ich auf das Punktesystem ändern, dadurch wurden wir erst am Samstag fertig.

Am Anfang wurden die neuen Spieler Ebner Stefan aus Graz, Krämer Christopher aus Niederösterreich und Steib Harald aus Tirol begrüßt und vorgestellt.

In dieser Halle, wo das Turnier durchgeführt wurde, war es das letzte Turnier, da die Halle laut dem Obmann des GSZ Graz, Herrn Kermautz, im nächsten Jahr abgerissen und neugebaut wird.

Bei der Mannschaft errangen die Herrenmannschaften des NÖ Süd GSK Gold sowie Silber, Bronze holten überraschender Weise die Grazer. Der 4. Platz ging nach Wien, der 5. Platz ging an die Tiroler, die erstmals seit mind. 38 Jahren wieder dabei waren.

Am Freitagabend wurden die Partien für das Einzel und Doppel ausgelost, nach dem Abgang vom letzten Staatsmeister Herrn Müller aus Kärnten übernahm Herr Duschet die gesetzte Nummer 1, dahinter folgten ich auf Nummer 2, sowie Herr Ganahl auf Nummer 3. Die Nummer 4 war frei, nach den Leistungen im Mannschaftsbewerb wurde Christopher Krämer von den Mannschaftsvertretern einstimmig zur gesetzten Nummer vier gewählt.

Am Samstag um 8 Uhr morgens waren alle da, Herr Derler benachrichtigte mich aber, dass ein Grazer ohne Begründung nicht kommen wird, diese Nachricht warf die Auslosung über den Haufen. Ich musste im Doppel ein Notprogramm einführen, das Punktesystem. Das Einzel war auch in Gefahr, jedoch konnten wir es durchführen. In der Gruppenphase sind wie erwartet alle topgesetzten Spieler ins Viertelfinale aufgestiegen.

Nach der Mittagspause haben wir den Doppelbewerb weitergeführt, nach Abgang von den Kärntnern (Vereinsauflösung) und dem vorarlbergischem Verein, dem VGSKV, sind dafür die Tiroler neu eingestiegen.

Im Doppel gewann auch Christopher Krämer gemeinsam mit seinem Partner Edim Inetas den Staatsmeistertitel, obwohl es beim Spiel gegen den GSZ Graz ganz nach einer Niederlage aussah. Krämer änderte die Taktik beim verunsicherten Inetas, wodurch dieser auf einmal völlig sicher spielte und beide das Spiel noch umdrehen konnten.

Gegen das 6 Jahre lang ungeschlagene Meisterduo Duschet/Martinetz gewannen Krämer und Inetas auch, und brachen so die Meisterserie von Duschet und Martinetz.

Nach dem Doppelbewerb wurde das Herreneinzel im KO-System weitergeführt. Im Herreneinzel wurde ein Generationswechsel sichtbar. Im Viertelfinale spielten die Jungen gegen die „Alten“, alle 3 Nachwuchsspieler haben gewonnen. Der letzte „Senior“ Martinetz ist erst im Halbfinale am Tiroler Ganahl nach 2:0 – Führung noch 2:3 gescheitert.

So lautete das Sensationsfinale also Christopher Krämer gegen René Ganahl. Beide waren nervös, am Anfang waren beide vorsichtig, lagen oft punktgleich auf, jedoch „lief“ Krämer Ganahl langsam davon. Schon bald führte er 1:0, und das 2:0 war auch schnell da. Als Krämer schließlich seinen 1. Matchball verwertete, bekam er von den Zuschauern sowie von den ausgeschiedenen Spielern Standing Ovations (alle stehen und klatschen).

Rene Ganahl hatte sein Ziel auch erreicht – er war ins Finale gekommen und holte Silber.

Das „kleine Finale“, das Spiel um den 3. Platz, konnte Edim Inetas gegen Martinetz für sich entscheiden und Bronze holen.
 

Alle 3 Medaillengewinner sind keine Breitensportler, sie alle leben für den Tischtennis. Ich bin sehr stolz, dass wir 3 so starke Jugendliche haben.

Christopher und Edim sind mit ihren jungen 13 sowie 17 Jahren die jüngsten Staatsmeister in der 60-jährigen Geschichte des Tischtennissportes bei den Gehörlosen. Christopher ist zudem auch der jüngste Doppelstaatsmeister, sowie österreichischer Meister.

Es war auch schade, dass es dieses Mal wieder keine Damenbewerbe gab. Im Großen und Ganzen bin ich dennoch zufrieden gewesen mit dem Turnierverlauf. An dieser Stelle auch einen großen Dank an den GSZ Graz für die tolle Hilfe (Hr. Derler) sowie die Siegerehrung und die Pokale (Obmann Hr. Kermautz).

Bericht: Gerhard Martinetz, ÖGSV – Tischtennisfachwart.


Christopher Krämer (NÖ-Süd GSK) - Jüngster TT-Staatsmeister in der Verbandsgeschichte!