BERICHT

56.ÖSTM Tischtennis in Salzburg, 07.-08.05.2010                ERGEBNIS | Fotoalbum

Freitag gegen Mittag sind alle pünktlich eingetroffen, sowie auch die Schiedsrichter. Die Auslosung für Mannschaften, in 2 Gruppen wurde durchgeführt – 14.30h Beginn der Spiele bis 19.30h war. GSZ Graz war nach 2 Jahren wieder dabei.

MANNSCHAFT – GKC Wien erstmals dabei, dafür ist der WGSC nicht mehr dabei. Erstmals 7 Teams aus 5 Bundesländern haben sich gemeldet, das bedeutet, dass wir für nächstens Jahr die ÖSTM Anerkennung beantragen können. Also waren die Mannschaften stark vertreten. NEU – Der Gastgeber Salzburger GTSV nahm erstmals seit 1987 wieder teil. Der GKC Wien besteht nicht nur aus Keglern, sondern auch aus damaligen Spitzenspielern aus den 80er Jahren. Sie (Reiterer und Schiel) haben bewiesen, dass sie Tischtennis spielen nicht verlernt haben. Respekt!

Spiel um Platz 3 gewann GKC Wien 3-0 gegen die Salzburger Hausherrn und tritt somit das Erbe von WGSC als 3.Platz an. Wie erwartet bestritt Titelverteidiger gegen den Herausforderer Tirol. Vom Finale gesehen, war Titelverteidiger NÖ sehr stark und Tirol konnte NÖ nicht gefährden. 3-1 NÖ erhält sein 3. Titel in Folge in der Mannschaft.

Am nächsten Tag fand um 8.30h die Auslosung für Einzel und Doppel statt, ein anderer Schiedsrichter war auch da.

Das EINZEL begannen wir wie Vorjahr in 4 Gruppen mit 4-5 Spielern aus verschiedenen Bundesländern. Laut Auslosung waren Einzel sehr ausgeglichen – Die 4 gesetzten waren Christopher Krämer, Markus Schöch, Edim Inetas und Rene Ganahl. – Im Topf (Ganahl-Gruppe) war für Ganahl ein Ausrutscher: Oldboy Duschet besiegt Ganahl überraschend mit 3-1, so wurde er Gruppensieger. Für Ganahl war es ein ungünstiger Weg zur Finalrunde, da er schon im Viertelfinale seine Endstation erreichte. Die anderen Teamspieler schafften die Vorrunden.

Die weiteren ungesetzten Spieler haben sich für die Finalrunden verdient qualifiziert - Reiterer, Nebel, Duschet und Martinetz. Dann waren für Vorrunden abgeschlossen.

Dann kam der Doppelbewerb. – 8 Paare in 2 Gruppen, 2 gesetzten waren beide NÖ-Doppel (Inetas/Krämer und Duschet/Martinetz). Nach schweren Gruppen müssten die starken GKC Wien (Reiterer/Schiel) und GSZ Graz (Ebner/Nebel) auf der Strecke bleiben.

In den Semifinalpaarungen waren NÖSÜDGHSK-Jugend gegen Salzburger GTSV und NÖSÜDGHSK gegen GSV Tirol/1. Die Tiroler revanchierten sich bei Nö für die Niederlage im Vorjahr mit einem mühelosen 3-0 und vereitelte damit ein rein niederösterr. Finale. Aber für Tirol waren im Finale leider die NÖSÜDGHSK-Jugend um eine Klasse zu stark. NÖSÜDGHSK holte den 4. Titel im Doppelbewerb seiner Clubgeschichte.

Dann zurück zum Einzelbewerb– FINALRUNDE

1.V(iertel)F(inale) stieg Krämer kampflos enttäuschend auf, da Nebel wegen einer umstrittenen Armverletzung nicht antreten konnte. 2.VF waren ÖGSV-Mitarbeiter TD Martinetz gegen Präsident Duschet. Duschet bezwang Martinetz mit 3-0. In der 3.VF war Inetas gegen Reiterer besser und gewann ebenfalls mit 3-0. Letzte VF spielten Ganahl gegen Schöch und Schöch schaffte es als Letzter ins Semifinale.

Im Halbfinale spielten Krämer gegen Duschet und Schöch gegen Inetas. Krämer kam überlegen mit 3-0 weiter und Schöch schaltete mit viel Mühe Inetas aus. PLATZ 3 – Duschet spielte mit Sicherheit und raffiniert gegen Inetas. Obwohl Inetas 2-0 in Führung war, wurde er langsam verunsichert und es stand 2:2. Im letzten Satz gewann Duschet 11-9. Edim war am Anfang der stärkere Spieler und am Ende mußte er doch als Verlierer vom Platz. Was wir gesehen haben, waren Ganahl und Inetas sehr stark motiviert und haben trotzdem verloren, beide waren sehr traurig. Wir haben beide aufgeheitert. Die Nerven spielen auch eine sehr große Rolle.

FINALE - spannend, wieder wie im Jahr davor in Innsbruck – aber Krämer spielte groß auf, Schöch versuchte immer wieder verzweifelt gegen Krämer zu punkten. Im 3. Satz gelang es ihm, aber im letzten Satz setzte er sich noch stärker durch. Das waren wirklich Superleistungen der 4 Spieler. Für die Zuschauer war es ein Genuß.

Unser ÖGSV-Präsident mischt mit den Teamspielern mit. Er setzt sich gegen 2 von 4 Teamspielern durch. Respekt. Der ehemalige Teamspieler zeigte viel Erfahrung und Stärke.

Die 2 jungen Spieler waren zu verkrampft und nervös.

Bei der Siegerehrung im salzburgerischen Gehörlosenheim, waren viele Gehörlosen versammelt, darunter auch der ehemalige Landesverbandsleiter Galler und Obmann Schrattenecker sowie einige Funktionäre.

Bei der Siegerehrung wurden die Spieler mit Preisen belohnt. Nach der Siegerehrung verkündete TD Martinetz eine Wiedergutmachung für Salzburg. Dem Salzburger GSV wurde nach ungerechten österr. Meisterschaften aus den Jahren 1965 und 1971, also 40 Jahre später, der verdienten österr. Meister in der Herrenmannschaften zuerkannt. All dies wurde nach eindeutigen Beweisen herausgefunden. Die betroffenen 6 Spieler wurden vom ÖGSV zur einer Ehrung eingeladen, die Salzburger waren gerührt und unfassbar glücklich.

Der ÖGSV-Präsident überreichte den „ungerecht verlorenen“ Pokal (von Frau Gubi gespendet) dem einzigen anwesenden Johann BINDER. Der TD übergab die 2 nachträglichen Meisterurkunden „Österr. Meister 1965 und 1971“ für Salzburg.

So verabschiede TD Martinetz sich mit einem „Befreiungsschlag“ für Salzburg und ÖGSV. Jetzt sind die Ergebnisse wieder bereinigt.

Zum Schluß bedankt sich Martinetz für die perfekte Zusammenarbeit mit unserem ÖGSV Sportdirektor Brunnbauer und dem Salzburger Jugendleiter Manuel Nobis, sowie auch die Unterstützung von Präsident Duschet.

Unmittelbar nachher machte Martinetz eine kleine Sitzung mit den anwesenden Vertreten aller Vereinen. Die nächste 57. ÖSTM wurde dem NÖSÜDGHSK zugesprochen. Voraussichtlich nach der EM in Polen (2.-8.5.2011) Ende Mai/Anfang Juni.

Bericht: Gerhard Martinetz